ein schwieriger start (31.10.2012)

zu den zahlen:

  • feierabend um 1200
  • bus um 1657
  • flughafenbus um 1744
  • flug um 2045
  • ankunft um 2140
mehrere leute meinten, dass ich zu früh losfahre. das mag unter normalen umständen auch richtig sein. allerdings habe ICH auch beachtet, dass der 01.11. allerheiligen ist und somit feiertag. der freitag wurde von den meisten als brückentag genutzt.

nun gut.

die vorbereitungen haben noch gut geklappt. einkaufen, viecher machen, viecher vorbereiten, reste packen. beim restepacken gab meine waage den geist auf. am vortag waren es keine 18 kg und es war schon so gut wie alles gepackt. nach dem KRACH in der waage, zeigte sie mir auf einmal 45 kg an. da wird man doch etwas unsicher. allerdings hat er sich so angefühlt, wie sonst auch. mit einem flauen gefühl im magen machte ich mich auf dem weg zur haltestelle.

ich stand also um 1645 an der bushaltestelle und ließ die 608 fahren, weil ich den schnellbus nehmen wollte. der ist ja schließlich schneller! aber er kam nicht. um 1709 sollte die nächste 608 kommen, auf die ich dann aufgesprungen wäre. die s69 kam dann doch. der erste km ging auch ganz normal, dann kam duisdorf. NICHTS ging mehr. feierabend, feiertag, ... nach einer halben stunde (normalfahrzeit ca. 15 minuten) habe ich mich hingesetzt. den flughafenbus würde ich nie im leben mehr erreichen. gut, daß ich so früh los bin. dann nehm ich halt den um 1814. um 1750 waren wir endlich am hauptbahnhof. auch hier war alles picke packe voll. ein ganz ungewohntes bild für das dorf.

an der haltestelle des flughafenbusse standen schon menschen. als dann um kurz nach 6 der bus kam, dachte ich, dass es schon der 1814er ist. war es aber nicht, wie ich kurz danach hören durfte. der busfahrer schnauzte die mitfahrerin vor mir an, warum sie noch kein ticket am schalter drüben gekauft hat. er hätte schon eine halbe stunde verspätung und wenn wir wüßten was auf der autobahn los ist..... ich habe ihn freundlich darauf hingewiesen, dass er mich auch noch anmotzen darf. ich fahre das erste mal und wußte es nicht. er ließ mich wissen, dass an der haltestelle ein roter zettel hängen würde. ich hab es nicht kommentiert und mir nur gedacht, dass er aufhören soll zu motzen.


auf dem weg zur autobahn und auf am anfang der autobahn war zwar eine menge los, aber es ging. trotzdem gab es einige situationen, bei denen ich dachte, dass ich sterben muß. aber irgendwie muß die halbe stunde verspätung ja aufgeholt werden. ein sitznachbar telefoniert fröhlich und meinte dann zu dem anrufenden, dass wir grade auf die a3 abgebogen wären. da horchte ich aber mal flott auf. er korrigierte sich dann aber schnell.

und dann fing die sucherei nach air berlin an. ich hatte das gefühl, dass ich im märz oben eingecheckt hatte. nun stand ich aber unten und lief gefühlte 10km durch den ganzen flughafen. das es soviele ebenen gibt wußte ich nicht. jetzt kenne ich jede. irgendwann fand ich nun auch air berlin und gab ängstlich meinen koffer ab. 20,3 kg!!! ich war im 7ten himmel. ich fragte den guten herren noch, wo ich denn nun durch müßte. "sie sind doch noch viel zu früh!" ich habe nur erwidert, dass das durch die bisherigen verkehrserfahrungen auch gut ist. ich lief also erneut los um mir (relaxed wie ich jetzt war) die zeit zu vertreiben. beim händewaschen kam eine russin/polin rein und redete lustig mit sich selbst. dann erreichte ich den chinesen und bestellte mir nudeln, wan tans und eine cola. sehr lecker und die mädels waren extremst freundlich. für alles wurde sich bedankt und man wurde noch freundlich verabschiedet, obwohl schon der nächste kunde bedient wurde.

vollgefuttert, machte ich mich endlich auf den weg durch die kontrolle.


gott sei dank, wurde das handgepäck nicht gewogen. nach etwas wartezeit ging es ab ins flugzeug. bis zur reihe 27 läuft man einige zeit. wenigstens war es ein fensterplatz. das einzige, was erwähnenswert war ist, daß der typ vor mir zwei kleine zettel in den fensterrahmen steckte und immer nervös schräg nach hinten guckte.

danach hat alles ganz unspektakulär gut geklappt. koffer da, berit da (mehr oder weniger nüchtern), bus kam, keiner hat gemotzt und dann lernte ich reekah kennen - die kleine porzellanhündin. zuckersüß und mit der gleichen art von zunge ausgestattet, wie maggie. mir fiel auch erst am nächsten morgen ein, dass man in dieser wohnung mit zungen geweckt wird. aber gibt schlimmeres.

so, dass war der hinflug und die ankunft. die nächsten tage werden weniger ausfühlich, da auch nichts großartiges passiert ist.

aber nach der tortur, war ich richtig froh in berlin zu sein. da fällt immer alles von mir ab. allerdings ist auf mir dann auch kein platz mehr für stress, weil maggie und reekah (genannt: die mädels) an mir dran hängen.

Kommentare:

  1. ohje =) Gottseidank bist du nun heile da =)

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  2. Hast Du Dich wieder erholt, war ja ganz schön viel. Auch wenn Du es genossen hast, klingt schon auch nach Stress.
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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    1. ich hatte schon angst vor den restlichen tagen in berlin. wenn die hinfahrt schon so nervenaufreibend war...

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